Artenschutzprogramm Steinkauz

Eine Zukunft für den Steinkauz (nicht nur) in der Pfalz

Steinkauz jung
Junger Steinkauz. Foto A. Stein

Der Steinkauz - Interessantes kurz gefasst

Der Steinkauz (Athene noctua) ist eine kleine Eulenart aus der Familie der Eigentlichen Eulen. Das Verbreitungsgebiet des Steinkauzes erstreckt sich über Eurasien und Nordafrika.  Der Steinkauz ist ein typischer Bewohner der Baumsteppe mit spärlicher oder niedriger Vegetation und er jagt bevorzugt am Boden. Hat er einmal ein Revier gewählt, besetzt er dies meist über mehrere Jahre, manchmal sogar lebenslang.

Der Steinkauz bevorzugt als Lebensraum offenes, reich strukturiertes Gelände mit einem guten Angebot an Bruthöhlen, Tagesverstecken und Sitzwarten. Er liebt ganzjährig niedrige Vegetation. Eine Vielzahl natürlicher, aber auch von Menschen stark gestalteter Landschaften erfüllen seine Lebensraumansprüche perfekt.

Das Nahrungsspektrum des Steinkauzes ist sehr breit und reicht von Käfern, Regenwürmern, Grillen hin zu Mäusen, Kleinvögeln, Amphibien und Reptilien. Je größer die Biodiversität des jeweiligen Lebensraumes ist, umso größer ist sein Nahrungsspektrum. In Mitteleuropa ist die Gemeine Feldmaus das wichtigste Beutetier.

Der Steinkauz ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Steinkäuze sind sehr anpassungsfähig, was ihre Nistplätze betrifft. Die Nistkammer muss lediglich groß genug sein, um die Eier und später die Jungvögel zu fassen. Die Brut muss genügend vor Wind und Regen geschützt sein und die Nistkammer möglichst dunkel.  Neben den bevorzugten Baumhöhlen (gerne Obstbäume) nutzen Steinkäuze auch Scheunen und leerstehende Gehöfte als Nistplätze.

Durch das Verschwinden der kleinparzelligen Weidewirtschaft sowie Rodungen alter Obstbäume, Kopfweiden und der Umwandlung von Grün- in Ackerland kam es in den letzten Jahrzehnten zu einer Lebensraumzerstörung.
Es herrscht also Wohnungsnot beim Steinkauz!

Was können wir für den Steinkauz tun? 

An erster Stelle steht die Schaffung eines ausreichenden Höhlenangebots. Sogenannte "Steinkauzröhren", also künstliche Nisthilfen, werden gern von der kleinen Eule angenommen. Damit kann auch kurzfristig schon geholfen werden. Mittel- und langfristig sollten natürliche Brutplätze gesichert bzw. geschaffen werden. Dazu gehört die Pflege und Neuanlage von Streuobstwiesen und Kopfbäumen. 

Quellen: Wikipedia, www.rlp-nabu.de, eigene.

Das Artenschutzprogramm Steinkauz

Ansprechpartner beim NABU Heidewald

Herr Volker Schlie

E-Mail: volkerschlie(at)gmx.de

Telefon:  06237 6369


Der NABU in Rheinland-Pfalz hat Anfang 1997 das landesweite "Artenschutzprogramm Steinkauz ins Leben gerufen, um die bedrohliche Situation entscheidend zu verbessern. Lesen Sie hier weiter


Beringung eines jungen Steinkauzes. (c) M. Hundsdorfer
Beringung eines jungen Steinkauzes. (c) M. Hundsdorfer
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Gastbeitrag Artenschutzprogramm Steinkauz
von Herrn Markus Hundsdorfer (Mitarbeiter des überverbandlichen Arbeitskreises Steinkauz) über die Arbeit im Artenschutzprogramm vor Ort.
Artenschutzprojekt Steinkauz_Hundsdorfer
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